Stark in Krisen – Handlungskompetenz in Konflikten

Ein Krisenkommunikations- und Verhaltenstraining zum Umgang mit Störungen

Verantwortliche / Anbieter

Institut für Gewaltprävention, Selbstbehauptung und Konflikttraining (I-GSK)
Matthias Wolter
Tel.: (0 54 94) 97 00 54 19
E-Mail: info@i-gsk.de
Peter Döscher
Tel.: (0 47 45) 93 10 59
E-Mail: peter.doescher@i-gsk.de
www.i-gsk.de

Zielsetzung

Der Arbeitsalltag in Schulen kann gekennzeichnet sein von persönlichen Herausforderungen und Konflikten, die von verbalen Aggressionen bis hin zu körperlichen Auseinandersetzungen reichen. Der Umgang mit diesen Konflikten als zentraler Bestandteil professionellen Handelns erfordert ein hohes Maß an sozialer und fachlicher Handlungskompetenz.
Das Verhaltenstraining „Stark in Krisen“ vermittelt und erprobt Strategien und Techniken, mit denen belastende und stressbesetzte Situationen und Konflikte deeskalierend und professionell gelöst werden können.

Zielgruppe

Das Training richtet sich an pädagogische Fachkräfte (Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter*innen) in Schulen. Den unterschiedlichen Bedarfen der einzelnen Schulformen wird dabei Rechnung getragen.

Inhalte und Methodik

Anhand konkreter Fallbeispiele werden mögliche Motive und Bedürfnisse hinter destruktivem oder aggressivem Verhalten des Konfliktpartners identifiziert.  Das bietet die Grundlage für individuell zugeschnittene Kommunikations-, Verhaltens- und Deeskalationsstrategien.

Durch die Vielzahl von herausfordernden Aufgabenstellungen wird neu erworbenes und bestehendes Wissen (auch unter Stress) zielgerichtet erprobt und eingesetzt. Reflektierte Praxisphasen  verbessern die Handlungssicherheit und verankert das Gelernte nachhaltig im Gedächtnis. Vom Wissen zum Können!

Das Training erfolgt in Plenum- und Gruppenarbeit, unterstützt durch erlebnispädagogische und erfahrungsbasierte Methoden und bindet neben Vertrauen- und Strategieübungen auch Konflikt- und Stresssimulation mit Videofeedback mit ein.

Rahmenbedingungen

Das Auftakttraining sollte mindestens einen Tag umfassen, ein kontinuierlicher, begleitender Prozess wird empfohlen. Die häufig als „Schilf-Veranstaltung“ geplante Fortbildung kann ein ganzes Kollegium erfassen, wie auch idealerweise ein Teilkollegium um die 20 Personen. Ein Klassenraum reicht für diese Größenordnung aus.
Die Referenten verfügen alle über eine entsprechende Hochschulausbildung und sind vorwiegend in Schule und Jugendhilfe ( ca. 1250 Einrichtungen) fortbildend tätig. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die Einbindung in die Referendar-Ausbildung und die Vortragsarbeit an Fachtagen und Bildungskongressen runden die Bandbreite der Arbeitsgebiete ab.

Schulungsangebote für Multiplikator*innen in Schulen

Keine.

Evaluation

Wirksamkeitsstudien liegen nicht vor.
Die obligatorischen Teilnehmerbefragungen bescheinigen ein hohes Maß an Praxisbezug; zahlreiche langfristige Kooperationen sind ein Beleg für wirkungsvolles Arbeiten. Bei Bedarf können Referenzen übermittelt werden.

Erfahrungsberichte, Verbreitung

Seit fast 15 Jahren finden in mehr als 800 Schulen in Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Hessen und Baden-Würtenberg die „Stark in Krisen“-Trainings  statt.

Kosten, Unterstützungs- und Finanzierungshinweise

Der Tagessatz für einen Referenten beträgt 950,00 Euro + Fahrtkosten.

Bezüge zum Orientierungsrahmen Schulqualität in Niedersachsen

Das Angebot „Stark in Krisen“ unterstützt grundsätzlich Ergebnisse und Wirkungen (QB 1) der Unterrichts- und Erziehungsarbeit und ist damit förderlich für die Erfüllung des Bildungsauftrages nach dem Niedersächsischen Schulgesetz. Es kann dazu beitragen, Schulqualität zu verbessern, insbesondere in den Qualitätsbereichen 3 bis 6.

QB 3: Leitung und Organisation
QM 3.1: Leitungsverantwortung (Leitungsverhalten)
QM 3.3: Schulorganisation (Verwendung von Ressourcen)
QB 4: Ziele und Strategien der Schulentwicklung
QM 4.1: Schulprogramm (Leitbild)
QM 4.3: Berufliche Kompetenzen (Fort- und Weiterbildung, Gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen)
QB 6: Kooperation und Beteiligung
QM 6.1: Kooperation im Kollegium (Weitergabe von Expertise)

Erläuterungen:

  • Schulleitung übernimmt Verantwortung im Sinne der Fürsorge für die Lehrkräfte. Finanzielle Ressourcen werden Qualität sichernd für die Arbeitsfähigkeit der Lehrkräfte verwendet.
  • Bei Berücksichtigung im Leitbild kann es eine zu dokumentierende Maßnahme des Schulprogramms darstellen.
  • Lehrerfortbildungen werden angeboten.
  • „Konfliktmanangement“ stellt eine Maßnahme im Sinne gesundheitsfördernder Arbeitsbedingungen dar.
  • Kooperation im Kollegium entsteht durch wechselseitige Beratung.

Literatur / Quellen / Praxismaterialien

  • Wolter, M. (2014). Gewalt vermeiden: Vom Wissen zum Können! Wie soziale Kompetenztrainings effektiv wirken. Tectum Verlag
  • Siehe auch: www.i-gsk.de