Schulmediation

Mediation in der Schule, Konfliktprävention

Verantwortliche / Anbieter

Klaus-Jürgen Beer
Benediktinergasse 5b
49186 Bad Iburg
Tel.: 05403 781460
E-Mail: klausjuergenbeer@osnanet.de

Zielsetzung

Missverständnisse und die daraus resultierenden Konflikte gehören zum täglichen (Schul-)Leben. Grundsätzlich sind es aber nicht die Konflikte, die „schlecht“ sind, viel eher ist es die Art und Weise, mit der Konflikten im Lebensraum Schule begegnet wird. Wie kann man die tiefer liegenden Ursachen einer Auseinandersetzung klären, damit sie nicht zum Keim fortschreitender Gewalt werden?

Zielgruppe

Lehrkräfte aller Schulformen, Schulinterne Fortbildung, Schulsozialarbeiter*innen, pädagogische Mitarbeiter*innen, Schüler*innen, Elternvertretungen.

Inhalte und Methodik

Mediation als Chance zur Konfliktbewältigung im Lebensraum Schule.
Das Seminar ist ein bewegungs- und erlebnispädagogisches Tun und sieht den Wechsel von Theoriereflexionen zum konstruktiven Umgang mit Konflikten und praktischen Trainingssequenzen durch Übungen zu den phasenspezifischen Interventionstechniken durch die Mediation vor.

Rahmenbedingungen

  • Der zeitliche Rahmen wird abgesprochen,
  • Vorschlag: 6 Unterrichtsstunden / 5 Zeitstunden pro Modul,
  • Raumbedarf: 1 Seminarraum / 3 Gruppenräume,
  • Stuhlkreis, OHP, CD-Player.

Der Referent ist Honorardozent an der Universität Osnabrück und arbeitete als Lehrer von 1976 bis zu seiner Pensionierung als Lehrer an einer Realschule. Er war Multiplikator für die „Bewegte Schule“ und war von 1992 bis 2007 als Schülervertretungsberater der Bezirksregierung und der Nachfolgebehörde beauftragt. Er hat umfangreiche Erfahrungen in Trainingsseminaren mit den Schwerpunkten Mediation, Gewaltprävention und Förderung des sozialen Lernens.

Schulungsangebot für Multiplikator*innen in Schulen

Nach Absprache.

Evaluation

Evaluationsberichte der Universität Osnabrück zur Lehrveranstaltung „Mediation als Chance zur Konfliktbewältigung im Lebensraum Schule“ enthält die Ergebnisse vom Wintersemester 2008/2009 (3.1195/Beer) und 2011/2012 (3.1162/Beer). Universität Osnabrück: Lehrevaluation: lehreval@uos.de

Erfahrungsberichte, Verbreitung

Erfahrungsberichte bietet das Ratsgymnasium Osnabrück, Projektleiterin: Zita Kantus (E-Mail: zita@kantus.de)
http://ratsgymnasium-os.de/beratung/mediation/ (Zugriff: 18.05.2021)
Durchführung seit 2003 in Niedersachsen mit insgesamt ca. 75 Seminaren.

Kosten, Unterstützungs- und Finanzierungshinweise

  • Kosten bei einmaliger Durchführung aller Module: 800,00 Euro zzgl. 0,30 Euro pro Kilometer Wegstreckenentschädigung,
  • Kosten bei kontinuierlicher Durchführung nach Absprache.

Fortbildungsetat der Schulen und Kitas, Sponsoring/Fördervereine der Schulen, Eigenanteil der Teilnehmer*innen.
Im Themenzusammenhang können alle Beratungsstellen der Landkreise und Landesschulbehörden, Kreis- und Landessportbund, Universitäten sowie Verbände als auch verschiedene Organisationen angesprochen werden.

Bezüge zum Orientierungsrahmen Schulqualität in Niedersachsen

Das Angebot Schulmediation unterstützt grundsätzlich Ergebnisse und Wirkungen (QB 1) der Unterrichts- und Erziehungsarbeit und ist damit förderlich für die Erfüllung des Bildungsauftrages nach dem Niedersächsischen Schulgesetz. Es kann dazu beitragen, Schulqualität zu verbessern, insbesondere in den Qualitätsbereichen 2 bis 6.

QB 2: Lehren und Lernen
QM 2.2: Unterrichtsführung (Störungsprävention, Lernklima)
QB 4: Ziele und Strategien der Schulentwicklung
QM 4.1: Schulprogramm (Leitbild)
QM 4.3: Berufliche Kompetenzen (Fort- und Weiterbildung, Gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen)
QB 5: Bildungsangebote und Anforderungen
QM 5.2: Schuleigenes Curriculum (Unterrichtsergänzende Angebote)
QB 6: Kooperation und Beteiligung
QM 6.3: Beteiligung (Mitwirkung an Gestaltungsprozessen)

Erläuterungen:

  • Die Umsetzungsinhalte schaffen ein positives Lernklima und beugen Störungen vor (Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit).
  • Das Programm zielt auf Konfliktfähigkeit als soziale Kompetenz ab. Bei Berücksichtigung im Leitbild kann es eine zu dokumentierende Maßnahme des Schulprogramms darstellen.
  • Lehrerfortbildungen werden angeboten.
  • Die „Förderung prosozialem Schülerverhaltens“ stellt eine Maßnahme im Sinne gesundheitsfördernder Arbeitsbedingungen dar.
  • SchülerInnen haben durch das Angebot die verantwortliche Mitgestaltungsmöglichkeit des schulischen Lebensraums.

Literatur / Quellen / Praxismaterialien

  • Endres, W./ Forster, M./ Liebetanz, F.(2002): Mündlich: gut. Die Lernmethodik zur mündlichen Mitarbeit. Beltz-Verlag. Weinheim
  • Miller, Reinhold (1999): Halt’s Maul, du dumme Sau!: Schritte zum fairen Gespräch. Punkt Genau. AOL Verlag. Lichtenau
  • Wackmann, M.(1996): Konflikte selber lösen. Trainingshandbuch für Mediation und Konfliktmanagement in Schule und Beruf. Verlag an der Ruhr. Mülheim an der Ruhr
  • Van Vugt, W. (2001): Alltagskonflikte durchspielen. Rollenspiele für den Mediationsprozess. Verlag an der Ruhr. Mülheim an der Ruhr
  • Drew, N. (2000): Kinder lernen zusammen streiten und gemeinsam lernen. Verlag an der Ruhr. Mühlheim an der Ruhr
  • Beer, K.-J.: Grundannahmen zur Mediation; Handreichung Modul 1 und 2; Handreichung Modul 3 und 4; Unterrichtseinheiten zum Thema

Die aufgeführten Materialienlisten/ Unterrichtseinheiten zu den vorliegenden Modulen sind seminarbegleitende Handreichungen zur Weiterverwendung. Ihre Herausgabe macht nur Sinn in Verbindung mit einem Seminar zur Einführung in die Schulmediation.
Informationen sind zu erfragen bei „Anbieter/Verantwortliche“.