Jakarta-Deklaration

Die Jakarta-Deklaration „Gesundheitsförderung auf dem Weg ins 21. Jahrhundert“ bekräftigt 1997, dass die in der Ottawa-Charta ausgewiesenen „Strategien und Handlungsfelder für alle Länder relevant sind.“ Sie sieht „klare Belege dafür, daß:

  • umfassende Ansätze zur Gesundheitsentwicklung am effektivsten sind. Die Ansätze, die eine Kombination der fünf Strategien anwenden, sind effektiver als jene, die eingleisig fahren.
  • Settings für Gesundheit praktische Möglichkeiten für die Umsetzung umfassender Strategien bieten.
  • Aktive Beteiligung (Partizipation) essentiell ist, um Bemühungen aufrechtzuerhalten. Die Menschen müssen im Mittelpunkt von Handlungen und Entscheidungsprozessen der Gesundheitsförderung stehen, damit diese effektiver sind.
  • Gesundheitsalphabetisierung (health literacy)/Gesundheitslernen aktive Beteiligung (Partizipation) unterstützt. Zugang zu Bildung und Informationen ist essentiell, um eine wirksame Partizipation und die Befähigung von Menschen und Gemeinschaften zu selbstbestimmtem Handeln (empowerment) zu erreichen.

Die Jakarta Deklaration identifiziert fünf Prioritäten für Gesundheitsförderung im 21. Jahrhundert:

  • Förderung der sozialen Verantwortung für Gesundheit
  • Erhöhung der Investitionen für Gesundheitsentwicklung
  • Erweiterung von Partnerschaften für Gesundheitsförderung
  • Vergrößerung der Handlungskompetenzen von Gemeinschaften und Befähigung des Einzelnen zu selbstbestimmtem Handeln (Empowerment)
  • Sicherung einer Infrastruktur für Gesundheitsförderung“ [WHO, 1998, S. 2; vgl. auch WHO, 1997].