Just be Smokefree

Selbsthilfeprogramm zum Rauchstopp für junge Leute

Verantwortliche / Anbieter

Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung IFT-Nord
Harmsstraße 2
24105 Kiel
Tel.: 0431 5702970
E-Mail: justbe@ift-nord.de
www.ift-nord.de
www.justbesmokefree.de

Zielsetzung

Ziel ist die Unterstützung beim Rauchstopp.

Zielgruppe

Jugendliche und junge Erwachsene.

Inhalte und Methodik

„Just be Smokefree“ ist ein Selbsthilfeprogramm mit unterstützenden Hinweisen und Materialien zum Rauchstopp. Es enthält in Printmedien und auf der Webseite www.justbesmokefree.de verschiedene Elemente, die Jugendliche und junge Erwachsene zum Rauchstopp informieren, sensibilisieren, motivieren und beim Aufhören unterstützen sollen.
Angemeldete Teilnehmende erhalten kostenfrei ein Handbuch mit vielen Materialien und Informationen oder können an einem Online-Programm zum Rauchstopp teilnehmen. Regelmäßig werden im Rahmen von Teilnehmerbefragungen unter denjenigen, die rauchfrei geworden sind, Preise verlost. Die Methodik gründet auf der kognitiv-behavioralen Therapie. Eingesetzt werden:

  • Selbstbeobachtung,
  • Motivationsanalyse,
  • Verhaltensanalyse,
  • alternative Verstärkung,
  • Selbstverpflichtung,
  • Contract-Management,
  • Stimuluskontrolle,
  • Aktivierung sozialer Unterstützung,
  • Arbeit an dysfunktionalen Kognitionen,
  • positive Verstärkung über Wettbewerb.

Die Materialien können beim IFT-Nord bezogen werden. Sie enthalten einen Informationsflyer für Multiplikatoren, eine Informations- und Anmeldebroschüre für Teilnehmer*innen, ein Handbuch mit Hinweisen und Materialien zum Rauchstopp, Poster und eine CD-ROM für Multiplikatoren.

Rahmenbedingungen

Selbsthilfeprogramm, das kontinuierlich angeboten wird.

Schulungsangebot für Multiplikator*innen in Schulen

Nicht notwendig, da es sich um ein Selbsthilfeprogramm handelt.

Evaluation

Es sind eine Prozess- und eine Ergebnisevaluation sowie eine Follow up-Studie (1 Jahr nach der Anmeldung) durchgeführt worden. Die Evaluation zeigt, dass die Teilnehmer*innen das Programm und die Materialien positiv bewerteten. In der Nachbefragung waren – konservativ geschätzt – 14,9% der Teilnehmer*innen rauchfrei, in der Follow-up-Befragung 8,5%. Die Hälfte der Teilnehmer*innen, die nicht aufhörten, reduzierten die Menge der konsumierten Zigaretten. Das Programm ist qualitätsgeprüft durch das Forum Gesundheitsziele Deutschland, Kooperationsverbund zur Weiterentwicklung des nationalen Gesundheitszieleprozesses, initiiert und befördert durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und die Gesundheitsministerkonferenz (GMK), www.Gesundheitsziele.de

Erfahrungsberichte, Verbreitung

In Deutschland wird das Programm seit dem Jahr 2002 bundesweit angeboten. Bisher haben sich rund 14.250 Personen beteiligt.

Kosten, Unterstützungs- und Finanzierungshinweise

Die Teilnahme und der Materialversand ist kostenfrei.
Ansprechpartnerin:
Dr. Barbara Isensee
Tel.: 0431 5702930
E-Mail: isensee@ift-nord.de
Initiator und Förderer ist die DAK-Gesundheit.

Bezüge zum Orientierungsrahmen Schulqualität in Niedersachsen

Das Programm „Just be smokefree“ unterstützt grundsätzlich Ergebnisse und Wirkungen der Unterrichts- und Erziehungsarbeit und ist damit förderlich für die Erfüllung des Bildungsauftrages nach dem Niedersächsischen Schulgesetz. Es kann dazu beitragen, Schulqualität zu verbessern, insbesondere in den prozessrelevanten Qualitätsbereichen 3 und 4.

QB 3: Leitung und Schulorganisation
QM 3.3: Schulorganisation (Angebote der individuellen Beratung und Unterstützung)
QB 4: Ziele und Strategien der Schulentwicklung
QM 4.1: Schulprogramm (Leitbild)

Erläuterungen:

  • Das Angebot ist ein kostenloses Selbsthilfeprogramm. Der gezielte Hinweis in der Schule darauf könnte die individuelle Inanspruchnahme fördern.
  • Suchtprävention ist laut Rd.Erl. des MK. v. 07.12.12 eine verpflichtende Aufgabe der Schule. Bei Berücksichtigung im Leitbild kann es eine zu dokumentierende Maßnahme des Schulprogramms darstellen.

Literatur / Quellen / Praxismaterialien

  • www.justbesmokefree.de
  • Wiborg, G./ Hanewinkel, R./ Isensee, B./Horn, W.-R. (2004): Entwicklung, Implementation und Evaluation eines Programms zur Entwöhnung vom Rauchen für jugendliche und junge erwachsene Raucher. Gesundheitswesen, 66, 433-438,
  • Hanewinkel, R./ Wiborg, G. (2006): Initial evaluation of a real-world self-help smoking cessation programme for adolescents and young adults. Addictive Behaviors, 31, 1939-1945,
  • Morgenstern M./ Wiborg G./Hanewinkel R. (2008): Akzeptanz eines totalen Rauchverbots an Schulen: Einstellungen der Schülerinnen und Schüler. Gesundheitswesen 2008; 70: 360-3,
  • Fachbereich Gesundheitspsychologie, Sektion GUS, Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (2005): Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation mit Effektivitätsnachweisen. Sammlung aus Umfragen unter Experten für Gesundheitspsychologie [online]. Verfügbar unter:
    www.bdp-gus.de/gp/texte/massnahmen1.pdf (PDF, 646 KB)