Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger

Was esse ich da eigentlich? Nahrungsmittelproduktion erleben

Verantwortliche / Anbieter

Zentrale Koordinierung „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“
Malte Bickel
Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide
Lüneburger Straße 12
21397 Barendorf
Tel.: (0 41 37) 81 25 30
E-Mail: transparenz@bto-barendorf.de
Unsere 45 Netzwerke von Lernorten in Niedersachsen und Bremen (“Regionale Bildungsträger”) erreichen Sie über
www.transparenz-schaffen.de

Zielsetzung

Das Bildungs- und Informationsangebot vermittelt jungen Verbraucher*innen eine realistische Vorstellung, wo und wie Lebensmittel erzeugt und weiterverarbeitet werden.
Die Herkunft und der Herstellungsweg von Lebensmitteln sollen sichtbar und begreifbar werden – in einer Perspektive, die vom fertigen Produkt ausgeht und dieses zu seinem Ausgangspunkt zurückverfolgt:
„Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“.
Ein anschaulicher Einblick in die heutige Land- und Ernährungswirtschaft und zugleich ein reflektiertes sowie gesundheitsorientiertes Konsum- und Ernährungsverhalten wird vermittelt.

Zielgruppe

Die 45 „Regionalen Bildungsträger“ bieten für Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen und Schulformen speziell angepasste Veranstaltungsformen an.
Bei Aktionstagen stehen familienbezogene Angebote im Mittelpunkt.

Inhalte und Methodik

In den handlungsorientierten Lernangeboten stehen die reale Begegnung an regionalen Lernorten und die aktive Einbeziehung der Teilnehmenden im methodischen Mittelpunkt. Bei der Erkundung von landwirtschaftlichen Betrieben sind Menschen aus der Landwirtschaft als Expertinnen und Anleitende, wo immer es möglich ist, mit einbezogen.
Im konkreten Umgang mit landwirtschaftlichen Produkten werden Konsum- und Ernährungsgewohnheiten ermittelt und hinterfragt.
„Landwirtschaft und Ernährung“ wird als ein zentrales Themenfeld der Bildung für Nachhaltige Entwicklung betrachtet und unterstützt die Schulen in Niedersachsen und Bremen, einen entsprechenden Bildungsauftrag umzusetzen.

Rahmenbedingungen

Erkundungen auf landw. Betrieben dauern meist einen Schulvormittag, auch mehrtägige Angebote und Projektveranstaltungen können vereinbart werden.
Einige Bildungsträger bieten zudem vor- und nachbereitende Einheiten an, die in der Schule stattfinden können.
Für Ganztagsschulen können AGs im Themenfeld „Landwirtschaft, Ernährung, Konsum“ begleitet werden.
Je nach Gruppengröße können bei Betriebserkundungen weitere Begleitpersonen notwendig sein, die ggf. von der Lerngruppe gestellt werden müssen.

Schulungsangebote für Multiplikator*innen in Schulen

Die Mehrzahl der „Regionalen Bildungsträger“ bietet ausführliche Beratungen z.B. für die erfolgreiche Planung und Durchführung von Projektveranstaltungen an.
Bei Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte wird die jeweilige regionale Angebotspalette ausführlich vorgestellt und mit den Teilnehmer*innen diskutiert.
Diese Veranstaltungen werden in der Regel an den Lernstandorten unserer 45 „Regionalen Bildungsträger“ durchgeführt – und nach Absprache auch speziell für einzelne Schulkollegien konzipiert.
Kontakt:
www.transparenz-schaffen.de / Regionalprojekte

Evaluation

„Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ kooperiert mit dem Niedersächsischen Kultusministerium und wird von der Universität Vechta sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof (BAGLoB) beraten und pädagogisch begleitet.
Ein gemeinsamer Pädagogischer Leitfaden und die regelmäßigen landesweiten Fortbildungen der Multiplikator*innen sind für alle regionalen Anbieter handlungsleitend.
Wesentliche Erfolgskriterien für teilnehmende Gruppen sind eine genaue Absprache über die jeweiligen Lernziele, eine präzise gemeinsame Vorplanung der Erkundungen sowie eine gute schulische Vor- und Nachbereitung der Projektangebote.

Erfahrungsberichte, Verbreitung

„Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ ist seit 2002 in Niedersachsen etabliert, seit 2008 werden die Angebote durch die Länder Niedersachsen und Bremen sowie die Europäische Union im Rahmen der ELER-Förderung für den ländlichen Raum finanziert. Nähere Informationen unter www.ml.niedersachsen.de / Themen / Agrarpolitik und Landwirtschaft / Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger
Regionale Tageszeitungen und die landwirtschaftliche Presse aus Niedersachsen und Bremen berichten regelmäßig über die Projektaktivitäten.

Kosten, Unterstützungs- und Finanzierungshinweise

Die Angebote sind grundsätzlich kostenlos, je nach Themenwahl kann eine Umlage für z.B. verwendete Lebensmittel anfallen.
Die Anreise zu den Lernorten muss von der teilnehmenden Gruppe finanziert werden. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 6 Personen.

Bezüge zum Orientierungsrahmen Schulqualität in Niedersachsen

Das Angebot „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ unterstützt grundsätzlich Ergebnisse und Wirkungen (QB 1) der Unterrichts- und Erziehungsarbeit und ist damit förderlich für die Erfüllung des Bildungsauftrages nach dem Niedersächsischen Schulgesetz. Es kann dazu beitragen, Schulqualität zu verbessern, insbesondere in den Qualitätsbereichen 4 bis 6.

QB 4: Ziele und Strategien der Schulentwicklung
QM 4.1: Schulprogramm (Leitbild)
QB 5: Bildungsangebote und Anforderungen
QM 5.2: Schuleigenes Curriculum (Unterrichtsergänzende Angebote)

Erläuterungen:

  • Bei Berücksichtigung im Leitbild kann es eine zu dokumentierende Maßnahme des Schulprogramms darstellen.
  • Es besteht die Möglichkeit, es als Bildungsangebot in das schuleigene Curriculum zu integrieren und die Themenfelder „Landwirtschaft, Ernährung, Konsum“ als gesundheitsfördernde Entwicklungschance zu nutzen.

Literatur / Quellen / Praxismaterialien