Bangkok-Charta

Die „Bangkok-Charta für Gesundheitsförderung in der globalisierten Welt” wurde im August 2005 in Bangkok von der 6. Weltkonferenz für Gesundheitsförderung verabschiedet. Sie „beschreibt die nötigen Maßnahmen, Verpflichtungen und Forderungen, um Gesundheitsdeterminanten in einer globalisierten Welt mittels Gesundheitsförderung beeinflussen zu können.
Die Bangkok Charta betont nachdrücklich, dass strategische Orientierungen und Partnerschaften, die zum Empowerment von Gemeinschaften sowie zur Verbesserung der Gesundheit und der gesundheitlichen Chancengleichheit beitragen, im Zentrum weltweiter und nationaler Entwicklungen stehen sollten.
Die Bangkok Charta versteht sich als Ergänzung und Weiterentwicklung der Werte, Prinzipien und Handlungsstrategien der Gesundheitsförderung, wie sie durch die Ottawa Charta für Gesundheitsförderung und in den Empfehlungen der nachfolgenden Weltgesundheitsförderungskonferenzen festgeschrieben und von den Mitgliedsstaaten durch die Weltgesundheitsversammlung bestätigt wurden“ [WHO, 2005, S. 1].
Nach ihrer Auffassung verfügt die Gesundheitsförderung über eine „bewährte Palette an nachgewiesen effizienten Strategien, die in ihrem gesamten Spektrum genutzt werden müssen.“ Um hier weitere Fortschritte erzielen zu können, müssen „alle Sektoren und Settings Beiträge in folgenden Bereichen leisten:

  • Anwaltschaft für Gesundheit, basierend auf den Prinzipien der Menschenrechte und der Solidarität
  • Investition in nachhaltige Politik, Maßnahmen und Infrastrukturen zur Beeinflussung von Gesundheitsdeterminanten
  • Aufbau von Kapazitäten für die Entwicklung von Politiken, Führungsfunktionen, Gesundheitsförderungspraxis, Wissenstransfer und Forschung sowie Gesundheitsbildung und -kompetenz
  • Regulierung und Gesetzgebung zur Sicherung eines größtmöglichen Maßes an Schutz vor Beeinträchtigung und zur Ermöglichung von Chancengleichheit für Gesundheit und Wohlbefinden aller Menschen
  • Bildung von Partnerschaften und Allianzen zur Entwicklung nachhaltiger Maßnahmen mit öffentlichen, privaten, nichtstaatlichen und internationalen Organisationen sowie der Zivilgesellschaft“ [WHO, 2005, S. 3; Kursivschreibung statt Fettdruck H.W.] – siehe auch *Ottawa-Charta und *Jakarta-Deklaration.