Verantwortliche / Anbieter
Landesvereinigung für Gesundheit
und Akademie für Sozialmedizin
Niedersachsen Bremen e.V.
Schillerstraße 32
30159 Hannover
Tel.: 0511 3881189-0
https://www.gesundheit-nds-hb.de/
Kontaktmöglichkeit in Niedersachsen
Nicola Jakobs
Tel.: 0511 / 388 11 89 130
E-Mail: nicola.jakobs@gesundheit-nds-hb.de
Elena Reuschel
Tel.: 0511 / 388 11 89 214
E-Mail: elena.reuschel@gesundheit-nds-hb.de
Zielsetzung
Ziel des Netzwerks ist es, Gesundheitsförderung in den Arbeits-, Lern- und Erlebnisraum von Kindertageseinrichtungen (Kitas) u. ä. zu integrieren und das Lebens- und Arbeitsfeld gesundheitsförderlich zu gestalten.
Dabei sollen die Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch von Pädagog*innen , Kindern, Eltern (Erziehungsberechtigten), Kooperationspartner*innen weiterer Institutionen und Einrichtungen wie Jugend- und Gesundheitsämter, Grundschulen, Sportvereinen u.ä. vor Ort gefördert werden.
Das Netzwerk entwickelt bei Bedarf praxisnahe Empfehlungen und bietet konkrete Strategien zur Umsetzung, die interessierten Kitas Handlungsspielräume in ihrem regionalen und kommunalen Umfeld eröffnen. Darüber hinaus möchte es innovative Ansätze verbreiten und Kooperationen stärken.
Zielgruppe
Das Netzwerk ist für Erzieher*innen, Kitaleitungen, Eltern, Träger, Multiplikator*innen und Interessierte, die sich gemeinsam für die Gesundheitsförderung in Kitas engagieren, offen. Die Mitglieder kommen aus den Arbeitsfeldern:
- Leiter*innen von Kindertageseinrichtungen,
- pädagogische Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen,
- Mütter und Väter / Erziehungsberechtigte,
- Mitarbeiter*innen übergeordneter Institutionen,
- regionale Kooperationspartner*innen,
- Entscheidungsträger*innen, die sich für Kitas und die Gesundheit von Kindern verantwortlich fühlen,
- Institutionen aus den Berufsfeldern des Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesens.
Inhalte und Methodik
Auf der Grundlage der Ottawa-Charta der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 1986 kann sich das Netzwerk in folgenden Aufgabenbereichen in Zusammenarbeit mit Kooperationspartner*innen engagieren:
1) Initiierung und Unterstützung gesundheitsförderlicher Lebens- und Arbeitsbedingungen in Kindergärten und -tagesstätten,
2) Entwicklung eines Forums zum
a) gegenseitigen Austausch von Erfahrungen und Informationen zwischen den Netzwerkmitgliedern zwecks Umsetzung von Gesundheitsförderung im Elementarbereich,
b) zur Entwicklung gesundheitsbezogener Perspektiven und Umsetzungsmöglichkeiten sowie
c) zur gezielten Öffentlichkeitsarbeit,
3) Förderung der Zusammenarbeit von Erzieher*innen, anderen pädagogischen Mitarbeiter*innen, Eltern, Mitgliedern und Institutionen aus den Berufsfeldern des Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesens, um gemeinsames Handeln zu fördern,
4) Fachliche Stellungnahme zu allen relevanten Themen, die Gesundheitsförderung in Kindergärten und -tagesstätten betreffen,
5) Entwicklung von lebenswelt- und sozialdifferenzierten Maßnahmen zur Förderung sozial benachteiligter Kinder um so einen Beitrag zu mehr Chancengleichheit zu leisten,
6) Vernetzung bestehender Maßnahmen und Projekte regional-, landes- und bundesweit, um bestehende Strukturen zu stärken und regionale Bezüge herzustellen,
7) Informationsaustausch und Kommunikation zwischen den Netzwerkmitgliedern über kurze Kommunikationswege ermöglichen,
8) Erarbeitung und Verbreitung von „Modellen guter Praxis“, Materialien und anderer Anregungen zur Gesundheitsförderung im Elementarbereich,
9) Förderung gesunder Rahmenbedingungen über politische Lobbyarbeit, um gute Qualität in der Praxis zu ermöglichen sowie die öffentliche Anerkennung des Berufsstandes und Wertschätzung der vorhandenen Kompetenzen fördern,
10) Förderung der Zusammenarbeit zwischen Ärzt*innen, , Therapeut*innen, dem öffentlichen Gesundheitsdienst und allen Beschäftigten in Kindertagesstätten durch Arbeitskreise, gemeinsame Fortbildungen u.ä.,
11) Förderung der Gesundheit aller Beschäftigten in Kindergärten und -tagesstätten u.a. durch Etablierung von Gesundheitszirkeln, Arbeitskreisen und regionalen Bündnissen,
12) Zusammenführung und Verbreitung von Praxiserfahrung und wissenschaftliche Erkenntnisse.
Rahmenbedingungen
Das Netzwerk bildet eine Plattform, die den Austausch von Erfahrungen und Informationen zum Schwerpunkt Kita und Gesundheit ermöglicht und durch die gemeinsame Entwicklung von gesundheits-, sozial- und bildungspolitischen Perspektiven und Handlungsansätzen einen Beitrag zu mehr Chancengleichheit leistet. Ziel des Netzwerkes ist es, Gesundheitsförderung in den Arbeits-, Lern- und Erlebnisraum von Kindertagesstätten zu integrieren.
Beteiligungsformen für Netzwerkmitglieder
In der Regel finden zwei Netzwerktreffen im Jahr statt. Darüber hinaus gibt es bei Bedarf Einladungen zu kollegialen Austauschtreffen oder Workshops mit wechselnden, aktuellen Themenschwerpunkten. Die Themen orientieren sich jeweils an den Bedarfen und Interessen der Mitglieder, die im Rahmen des Themenspektrums von Kita, Gesundheit und Soziale Lage auftreten.
E-Mail-Newsletter:
Der E-Mail-Newsletter wird viermal jährlich an alle Netzwerkmitglieder verschickt. Er beinhaltet verschieden Rubriken, wie z. B. Aktuelles, Veranstaltungen, Regionales, Projekte und Akteur*innen, Literatur sowie Rezeptempfehlungen. Hier können die Netzwerkmitglieder ebenso mitwirken.
Eine Mitgliedschaft im Netzwerk ist darauf ausgerichtet, für alle gewinnbringend zu sein. Interessierte können sich nach ihren Möglichkeiten einbringen und nach Wunsch z.B. langfristig oder punktuell mitwirken.
Evaluation
Nicht benannt.
Erfahrungsberichte, Verbreitung
Zurzeit hat das Netzwerk Kita und Gesundheit Niedersachsen Bremen 691 Mitglieder.
Kosten, Unterstützungs- und Finanzierungshinweise
Der Beitritt und die Mitwirkung im Netzwerk sind kostenfrei. Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Mitarbeiter*innen aus Kindertageseinrichtungen, pädagogischen Fachkräften, Leitungen, Eltern, Entscheidungsträgern, die sich gemeinsam für die Gesundheitsförderung in Kitas engagieren. Die Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen Bremen e.V. koordiniert das Netzwerk.
Bezüge zum Orientierungsrahmen Kita-Qualität: Gesundheit – Bildung – Entwicklung
QD 1: Rahmenbedingungen
QK 1.1: Bedingungen
QK 1.2: Intentionen
QD 2: Entwicklung der Kita-Kultur
QK 2.1: Grundwerte und Handlungsprinzipien
QK 2.2: Psycho-Soziales Klima
QK 2.3.: Lebensraum Kita
QD 3: Führung und Organisation
QK 3.1: Kita-Leitung und Trägerverantwortung
QK 3.3: Qualitätsmanagement, – entwicklung, -sicherung
QD 4: Kooperation und Vernetzung
QK 4.1: Kita-Träger-Kooperation
QK 4.2: Zusammenarbeit der (pädagogischen) Fachkräfte
QK 4.3: Fort- und Weiterbildung
QK 4.4: Externe Beratung
QK 4.5: Gemeinwesenorientierte Vernetzung
QK 4.6: Kooperation von Kita und Grundschule
QD 5: Bildung, Erziehung und Betreuung
QK 5.8: Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern
QD 6: Wirkungen
QK 6.2: Auswirkungen auf die Eltern
QK 6.3: Auswirkungen auf Mitarbeiter/innen, Einrichtung, Träger
Literatur / Quellen / Praxismaterialien
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- „Gesunde Kita für alle!“ Leitfaden zur Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten:
Die Frage, ob wir krank werden oder gesund bleiben, entscheidet sich vor allem dort, wo wir wohnen, spielen, lernen oder arbeiten. Kindertagesstätten können schon früh gesundes Aufwachsen von Mädchen und Jungen beeinflussen und haben eine wichtige Schlüsselposition. Doch wie funktioniert Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten? Wie kann sie in den Kita-Alltag integriert werden? Der Handlungsleitfaden „Gesunde Kita für alle!“ zeigt, wie man dabei systematisch vorgehen kann. Er liefert Hintergrundtexte und eine Anleitung zur Umsetzung. Ziel ist, „Gesundheit“ unter Beteiligung von Kindern, Beschäftigten und Eltern zu einer Konstante im Kita-Alltag zu machen. Der Leitfaden steht als Download zur Verfügung: https://www.gesundheit-nds-hb.de/netzwerke/netzwerk-kita-und-gesundheit-niedersachsen-bremen/ (09.01.2026)