Mediation in der Schule – Seniorpartner in School e.V.

Lösungen finden durch gewaltfreie Kommunikation

Verantwortliche / Anbieter

SiS-Seniorpartner in School e. V.
Landesverband Niedersachsen
1. Vorsitzender
Rita Rosenbaum
Kleine Burg 2
38100 Braunschweig
E-Mail:vorstand@sis-niedersachsen.de
www.sis-niedersachsen.de/index.php/kontakt

Zielsetzung

Zweck und Ziel von SiS-Niedersachsen sind die Förderung der Konfliktkultur von Schüler*innen durch die ehrenamtliche Tätigkeit seiner Mitglieder als Schulmediator*innen in Schulen.
Den Senior*innen soll damit die Möglichkeit geboten werden, ihre Lebenserfahrungen zum Wohl der Enkelgeneration und der Gesellschaft einzubringen und eine Brücke zwischen der jungen und der alten Generation zu bauen.

Zielgruppe

Schüler*innen an Grundschulen und Senior*innen als Mediatoren.

Inhalte und Methodik

SiS-Niedersachsen bietet dazu:

  1. die Weiter- und Fortbildung von Seniorinnen zu Schulmediator*innen in der Methode der gewaltfreien Kommunikation,
  2. die Organisation des Einsatzes der Schulmediator*innen an Schulen,
  3. die Anwendung der Mediation bei Konflikten der  Schüler*innen in der Schule vor Ort,
  4. die Förderung der Konfliktfähigkeit und die Verbesserung des Sozialverhaltens der Schulkinder,
  5. Gewaltprävention in Schulen.

Rahmenbedingungen

Die Mediation findet in einem eigens dafür von der Schule zur Verfügung gestellten Raum statt. SiS nennt den Ort den „Raum der guten Lösungen“.
Die Tätigkeit in der Schule benötigt ca. 4 Stunden pro Woche regelmäßig an einem festen Wochentag.

Schulungsangebote für Multiplikator*innen in Schulen

Weiterbildung der Senioren zu Schulmediatoren in Gruppen von 12 bis 14 Personen, einschließlich begleitender Supervision auf Vereinskosten.
Der Verein wirbt die finanziellen Mittel durch Spenden ein.
Die Ausbildungsdauer beträgt ca. 90 Stunden und erfolgt in zusammenhängenden Blöcken. Die Ausbildung erfolgt durch externe Fachkräfte.

http://www.sis-niedersachsen.de/index.php/fragen-antworten/senioren-fragen

Evaluation

Die erfolgten Mediationen werden in den Schulen erfasst und in einer Statistik für den gesamten Landesverband Niedersachsen zusammengetragen.
Der Erfolg der Arbeit wird durch externe Supervisionen und intern durch kollegiale Fallberatung sichergestellt.

Erfahrungsberichte, Verbreitung

Die Vereinsgründung erfolgte im Kalenderjahr 2008. Der Landesverband Niedersachsen setzt sich aus 6 Stützpunkten zusammen und ist an 35 Schulen mit steigender Tendenz vertreten.
Bezogen auf das zur Zeit letzte Schulhalbjahr wurden im Durchschnitt 480 Mediationen mit 1.100 beteiligten Schülern im Monat durchgeführt. Der Anteil, der auf die beteiligten Schulen entfällt, variiert je nach Standort und Größe der Schule.
Die Internetbetreuung erfolgt durch den Verein.
Im Modellvorhaben wird die Schulmediation auch an einer Schule im SEK I – Bereich erprobt.

Kosten, Unterstützungs- und Finanzierungshinweise

Die Kosten für die Qualifizierung zu Schulmediatoren (Senior*innen) betragen pro Personen einmalig zwischen 600,00 Euro und 1.000,00 Euro. Diese Kosten schließen während der 2-jährigen anschließenden verpflichtenden Einsatzzeit auch die Supervisionen ein.
Die Kosten trägt der Verein.

Bezüge zum Orientierungsrahmen Schulqualität in Niedersachsen

Das Angebot Schulmediation durch Seniorpartner in school unterstützt grundsätzlich Ergebnisse und Wirkungen (QB 1) der Unterrichts- und Erziehungsarbeit und ist damit förderlich für die Erfüllung des Bildungsauftrages nach dem Niedersächsischen Schulgesetz. Es kann dazu beitragen, Schulqualität zu verbessern, insbesondere in den Qualitätsbereichen 2 bis 5.

QB 2: Lehren und Lernen
QM 2.2: Unterrichtsführung (Störungsprävention, Lernklima)
QB 4: Ziele und Strategien der Schulentwicklung
QM 4.1: Schulprogramm (Leitbild)
QM 4.3: Berufliche Kompetenzen ( Fort- und Weiterbildung)
QB 6 : Kooperation und Beteiligung
QM 6.1: Kooperation im Kollegium (Absprachen und Vereinbarungen)
QM 6.3: Beteiligung (Gestaltungs- und Verantwortungsbereich)

Erläuterungen:

  • Ziel des Angebotes ist die Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen durch das eigenständige gewaltfreie Lösen von Konflikten. Verbesserte soziale Kompetenzen schaffen ein positives Lernklima und beugen Störungen vor (Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit).
  • Bei Berücksichtigung im Leitbild kann es eine zu dokumentierende Maßnahme des Schulprogramms darstellen.
  • Das Programm fördert prosoziales Verhalten der SchülerInnen und entlastet damit die Lehrkräfte. (Lehrergesundheit)
  • Absprachen im Kollegium fördern die Kooperation.
  • Der friedliche Umgang miteinander ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischen Handelns (Schule als Lebensraum).

Literatur / Quellen / Praxismaterialien