AckerRacker – Hier wächst Abenteuer

Verantwortliche / Anbieter

Acker e. V.
Bessemerstr. 2-14
12103 Berlin
E-Mail: info@acker.co
https://www.acker.co

Kontaktmöglichkeit in Niedersachsen

Liisa Crasemann
E-Mail: mitmachen@acker.co
Tel.: 01520 9723932

Zielsetzung

AckerRacker – Hände in der Erde, Gemüse im Kopf
Einfach, wirkungsvoll, bewährt – AckerRacker ist ein mehrfach ausgezeichnetes Bildungsprogramm für Kitas und Kindergärten. Spielerisch erlernen Kinder zwischen 3 und 6 Jahren den Gemüseanbau – ganz im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Natur und Essen gehören zusammen. Das ist wichtiges Wissen – auch schon für die Jüngsten. Mit AckerRacker lernen Kinder spielerisch, woher das Essen auf ihren Tellern kommt. Und dabei spüren sie ganz nebenbei den Wind in den Haaren, die Erde zwischen den Fingern und den Regen auf der Haut.
Gemeinsames Ackern ist ein echtes Abenteuer. Und bis zum Ende des Sommers wächst auf dem eigenen KitaAcker nicht nur leckeres Gemüse, sondern auch jede Menge Spaß, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein.

Das Ziel: schon die Jüngsten für gesunde Ernährung, Natur und Nachhaltigkeit zu begeistern.

https://www.acker.co/ackerracker

Zielgruppe

Kitas und Kindergärten. Kinder zwischen 3 und 6 Jahren

Inhalte und Methodik

AckerRacker ist ein praxisorientiertes Bildungsprogramm für Kitas.
Kita-Kinder bauen gemeinsam mit den Erzieher*innen Gemüse auf ihrer kitaeigenen Ackerfläche an. Spielerisch und mit allen Sinnen erleben sie dabei, wie aus einem kleinen Samen frisches Gemüse wächst. Die Kinder erfahren, wie spannend Natur ist und wie lecker selbstangebautes Gemüse schmeckt.

Rundumbetreuung
Ein professionelles Team von Acker e.V. begleitet die Kita vom ersten Kontakt bis zum letzten Spatenstich im Herbst. Sie beraten die Kita bei der Ackereinrichtung, liefern Saat- und Pflanzgut, unterstützen bei den Pflanzungen vor Ort und beantworten alle Fragen.

Begleitmaterialien
Mit den bunten AckerGeschichten finden Rudi Radieschen und die Gemüsefreunde ihren Platz im Kindergarten-Alltag. Die Handpuppe und viele Spiel- und Bastelideen auf der Lernplattform sorgen für jede Menge Abwechslung.

Starke Partner
Acker e.V. bringt starke Partner mit, die einen Großteil der Kosten für das Bildungsprogramm übernehmen. Die Kita muss nur für einen kleinen Anteil aufkommen. Acker e.V. berät dazu, damit gemeinsam die beste finanzielle Lösung für die AckerKita gefunden wird.

Große Community
Mit AckerRacker wird die Kita Teil einer großen Community, die gemeinsam für mehr Wertschätzung für Natur und Lebensmittel ackert. So kann sich die Kita mit anderen AckerKitas vernetzen und über Erfahrungen austauschen.

Rahmenbedingungen

AckerRacker ist ein mehrjähriges Bildungsprogramm.
Die konkreten Startzeitpunkte für das praktische Ackern sind im Frühjahr, das AckerJahr beginnt bereits im Januar. Da wir eine gewisse Vorlaufzeit benötigen, ist es wichtig, wenn die Kita Acker e.V. so früh wie möglich kontaktiert.

Können alle Kitas mitmachen?
Alle Kitas oder Kindergärten, die Zeit, Ressourcen und Lust auf das Programm haben, können grundsätzlich mitmachen. Außerdem wird eine kleine Fläche auf dem Kitagelände oder in der direkten Umgebung benötigt, auf der  geackert und Gemüse angebaut werden kann. Wenn es noch keine Fläche gibt, kein Problem. Acker e.V. hilft bei der Suche und beraten bei der Einrichtung.

Wie groß muss die Gruppe sein?
Die Anzahl der AckerKinder ist flexibel. Je mehr Kinder mitmachen, desto größer sollte die Fläche sein. Und je mehr Kinder gleichzeitig ackern, desto mehr Erzieher*innen sind auf der Ackerfläche beim Mitmachen gefragt. Acker e.V. berät dazu gern.

Wie groß muss die Ackerfläche sein?
Die Flächengröße ist flexibel und hängt von den Möglichkeiten vor Ort und der Anzahl der teilnehmenden Kinder ab. Von 20 bis über 100 m² großen Ackerflächen ist bisher alles dabei. Acker e.V. berücksichtigt in der Beratung die individuellen Wünsche und Voraussetzungen.

Wie viel Ackerzeit brauchen wir pro Woche?
In den Monaten Mai bis Oktober sollten durchschnittlich rund zwei Stunden pro Woche mit den Kindern auf dem Acker eingeplant werden. Hinzu kommen drei bis vier zusätzliche Einsätze pro Jahr mit den Eltern, wie etwa zu den Pflanzungen oder dem jährlichen Umgraben im Frühjahr.

Schulungsangebot für Multiplikator*innen in Kita

Brauchen die Erzieher*innen Vorwissen?
Nein. In Fortbildungen lernen die Erzieher*innen alles, was sie fürs Ackern wissen müssen. Außerdem werden Schritt für Schritt durchs AckerJahr kindgerechte Begleitmaterialien ausgegeben, einem wöchentlichen Newsletter und vielen Hilfestellungen auf der Acker – Lernplattform. So weiß die Kita immer, was zu tun ist. Im Acker-Forum können sie Erfahrungen mit anderen Pädagog*innen austauschen. Das Team von AckerRacker steht beratend zur Seite und ist per E-Mail und telefonisch erreichbar.

Wie viel Zeit nehmen die Fortbildungen in Anspruch?
Die Fortbildungen finden in der Regel am Nachmittag online statt und dauern zwischen 1 und 2 Stunden. Empfehlenswert ist die Teilnahme an 3 bis 4 Fortbildungen pro AckerJahr. Darüber hinaus werden weitere optionale Fortbildungs- und Austauschmöglichkeiten von Acker e.V. angeboten. So kann flexibel das passende Angebot ausgewählt werden. Im April findet vor Ort einen Pflanzworkshop direkt in der Kita statt. Zusätzlich gibt es im Frühsommer an verschiedenen Orten Praxistage auf einem Acker.

Evaluation

Ackern schafft Wirkung!
Eigentlich sonnenklar, aber leider gar nicht selbstverständlich: Kinder brauchen Kontakt mit der Natur, Bewegung und eine ausgewogene Ernährung, um sich zu entwickeln. Mit dem Bildungsprogramm AckerRacker wird den Kindern zwischen drei und sechs Jahren ermöglicht, mit allen Sinnen zu erfahren, wo unsere Lebensmittel herkommen. Während sie auf einer Ackerfläche ihr eigenes Gemüse anbauen, wird spielerisch ihr Interesse für die Natur geweckt. Und ganz nebenbei erwerben sie wertvolles Wissen über ökologische Zusammenhänge und steigern ihre Selbstwirksamkeit. Näheres im Wirkungsbericht unter  https://www.acker.co/ackerracker/Wirkung

Erfahrungsberichte, Verbreitung

3 Länder, 6 Regionen
Von Lübeck bis Wien – AckerRacker sind an vielen Orten verwurzelt. Gemüse wird in 6 verschiedenen Regionen in 3 Ländern angebaut. Mehr als 500 Kitas in Deutschland, Österreich und der Schweiz ackern schon mit. AckerRacker gibt es bereits seit 2017.

Mehr zu den Standorten unter https://www.acker.co/acker/Standorte

Kosten, Unterstützungs- und Finanzierungshinweise

Die Gesamtprogrammkosten belaufen sich für vier Jahre auf 15.600€. Davon trägt ein Förderpartner, den Acker e.V. für die Einrichtung findet, den größten Teil. Für die Kita bleibt je nach Förderung und finanziellen Möglichkeiten der Kita ein Eigenanteil zwischen 2.300€ – 3.900€ in der Verteilung über 4 Jahre. Acker e.V. gibt den Kitas eine Ideensammlung an die Hand wie dieser Eigenanteil finanziert werden kann.

Die Gesamtkosten verteilen sie folgendermaßen auf folgende Bereiche:

  • 33 % Pflanzungen (inkl. aller verbundenen Kosten) sowie Saat-/, Pflanzgut
    und Jungpflanzen,
  • 20 % Fortbildungen,
  • 14 % Digitale Acker Lernplattform mit Bildungsmaterialien,
  • 33 % Betreuung und Service.

Eventuell benötigte Anschaffungen (Geräte o.ä.) sind hiervon nicht gedeckt.

Bezüge zum Orientierungsrahmen Kita-Qualität: Gesundheit – Bildung – Entwicklung

QD 2: Entwicklung der Kitakultur
QK 2.5: Einrichtungskonzeption
QD 4: Kooperation und Vernetzung
QK 4.3: Fort- und Weiterbildung
QD 5: Bildung, Erziehung und Betreuung
QK 5.5: Lernbereich- und Erfahrungsfelder
QD 6: Wirkungen
QK 6.1: Auswirkungen auf die Kinder
QK 6.2: Auswirkungen auf die Eltern
QK 6.3: Auswirkungen auf die Mitarbeiterinnen der Einrichtung
QK 6.4: Auswirkungen auf Staat und Gesellschaft

Literatur / Quellen / Praxismaterialien